Führerscheinklassen

BE-Führerschein in Frankfurt

Der Anhängerführerschein für schwere Anhänger – Wohnwagen, Pferdeanhänger, Transportanhänger.

Mit der Klasse BE ziehst du hinter einem Fahrzeug der Klasse B einen Anhänger von über 750 kg bis höchstens 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse. Wenn du bereits die Klasse B hast, brauchst du dafür keine zweite Theorieprüfung – nur die praktische Ausbildung und die praktische Prüfung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Anhänger über 750 kg bis 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse
  • Zugfahrzeug der Klasse B
  • Keine zusätzliche Theorieprüfung, wenn du B schon hast
  • Fünf vorgeschriebene Ausbildungsfahrten
  • Eine praktische Prüfung beim TÜV
  • Ab 18 Jahren – mit BF17 ab 17

Die schnelle Entscheidung

Brauchst du wirklich BE?

Entscheidend ist die zulässige Gesamtmasse – also das, was in den Fahrzeugpapieren steht, nicht das, was am Fahrtag tatsächlich auf der Waage liegt. Drei Fälle sind zu unterscheiden:

Klasse B reicht

Anhänger
bis 750 kg zulässige Gesamtmasse – immer erlaubt
oder
Anhänger über 750 kg, wenn die Kombination höchstens 3.500 kg wiegt
Zusätzlich nötig
nichts

Viele kleine Anhänger und leichte Wohnwagen fallen darunter.

B96

Was es ist
keine eigene Klasse, nur ein Zusatz zur Klasse B
Kombination
über 3.500 kg bis höchstens 4.250 kg
Zusätzlich nötig
eine Schulung, keine Prüfung

Bieten wir nicht an. Wenn dein Gespann genau in diesen Bereich fällt, sagen wir dir das ehrlich.

Klasse BE

Was es ist
eine eigene Fahrerlaubnisklasse
Anhänger
über 750 kg bis 3.500 kg zulässige Gesamtmasse
Zusätzlich nötig
praktische Ausbildung und praktische Prüfung

Nötig, wenn die Grenzen von Klasse B beziehungsweise B96 nicht ausreichen und der Anhänger höchstens 3.500 kg zulässige Gesamtmasse hat.

Du bist unsicher, was für dein Gespann gilt? Im Ratgeber B96 oder BE rechnen wir drei typische Fälle durch. Oder du fragst uns – wir schauen gemeinsam in deine Fahrzeugpapiere.

Der Berechtigungsumfang

Was du mit BE fahren darfst

Mit der Klasse BE fährst du ein Zugfahrzeug der Klasse B – also bis 3.500 kg zulässige Gesamtmasse – und ziehst daran einen Anhänger von über 750 kg bis höchstens 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse.

Wichtig, damit kein Missverständnis entsteht: Für BE nennt die Fahrerlaubnisregelung keine zusätzliche Grenze für die Summe der Kombination. Da das Zugfahrzeug höchstens 3.500 kg und der Anhänger höchstens 3.500 kg zulässige Gesamtmasse haben darf, ergibt sich rechnerisch eine theoretische Obergrenze von 7.000 kg. Maßgeblich sind aber immer die beiden Einzelwerte: Ein Anhänger mit fünf Tonnen ist auch dann nicht erlaubt, wenn dein Auto leicht ist. Und die technischen Grenzen deines Fahrzeugs liegen häufig deutlich niedriger. Was dein konkretes Fahrzeug ziehen darf, steht in seinen Papieren – Stichworte Anhängelast, zulässige Zuggesamtmasse und Stützlast. Die Fahrerlaubnis macht eine technisch unzulässige Kombination nicht erlaubt.

Typische Fälle, für die BE gebraucht wird:

  • Größere Wohnwagen – liegt die Kombination über 3.500 kg, reicht bis einschließlich 4.250 kg zunächst B96. Darüber hinaus kommt BE in Betracht
  • Pferdeanhänger – viele liegen mit Pferd deutlich über den Grenzen der Klasse B
  • Schwerere Transportanhänger, etwa für Baumaschinen oder Fahrzeuge

Ob es im Einzelfall wirklich BE sein muss, entscheidet immer die zulässige Gesamtmasse in den Papieren – nicht die Fahrzeugart.

Vor dem Start

Voraussetzungen und Ablauf

Du brauchst die Klasse B – entweder bereits im Führerschein oder gemeinsam mit BE erworben. Das Mindestalter ist 18 Jahre; im Rahmen von BF17 kannst du BE auch schon mit 17 machen. Bis zum 18. Geburtstag darfst du die Klassen B und BE dann nur mit einer eingetragenen Begleitperson nutzen. Die Prüfungsbescheinigung gilt grundsätzlich in Deutschland und wird zusätzlich in Österreich bis zum 18. Geburtstag anerkannt; ab dem 18. Geburtstag brauchst du dort den regulären Kartenführerschein.

1

Beratung und Anmeldung

Ohne Termin in einer unserer Filialen. Bring am besten die Fahrzeugpapiere deines Autos und des Anhängers mit – dann klären wir gleich, ob BE der richtige Weg ist.

2

Antrag bei der Behörde

Hast du bereits Klasse B, ist es ein Erweiterungsantrag. Welche Unterlagen dafür nötig sind, steht auf unserer Seite Dokumente und Unterlagen.

3

Fahrstunden mit Gespann

Übungsstunden nach deinem Lernstand, dazu die fünf vorgeschriebenen Ausbildungsfahrten.

4

Praktische Prüfung

Beim TÜV, mit Gespann. Eine Theorieprüfung ist nicht nötig, wenn du Klasse B schon hast.

Was auf dich zukommt

Fahrstunden und praktische Prüfung

Fünf Fahrten sind gesetzlich vorgeschrieben, jeweils 45 Minuten: drei Überlandfahrten, eine auf der Autobahn und eine bei Dämmerung oder Dunkelheit. Wie viele Übungsstunden du zusätzlich brauchst, hängt davon ab, wie schnell du dich an das Gespann gewöhnst – eine feste Zahl gibt es dafür nicht, und wir nennen dir auch keine Wunschzahl.

Geübt wird vor allem das, was mit Anhänger anders ist: Ankuppeln und Abkuppeln, die Kontrolle vor der Fahrt, Anfahren und Bremsen mit deutlich mehr Gewicht, das Ausschwenken in Kurven – und vor allem das Rückwärtsfahren und Rangieren. Das ist für die meisten der ungewohnteste Teil.

Die praktische Prüfung

Sie dauert insgesamt 55 Minuten, davon mindestens 30 Minuten Fahrt im Verkehr. Dazu kommen das Verbinden und Trennen der Fahrzeuge und das Rückwärtsfahren um eine Ecke nach links. Geprüft wird beim TÜV, mit unserem Ausbildungsgespann.

Wenn du auf Automatik geprüft hast

B197 oder B78 – was das für BE bedeutet

Mit B197 darfst du innerhalb der Klasse B weiterhin Schalt- und Automatikfahrzeuge fahren. Für BE ist aber entscheidend, auf welchem Fahrzeug du die BE-Prüfung ablegst – denn die Erleichterung, die eine erneute Schaltprüfung erspart, greift nur bei einer auf Schaltgetriebe erworbenen Fahrerlaubnis.

Mit der Schlüsselzahl 78 bleibt deine Klasse B auf Fahrzeuge ohne zu bedienendes Kupplungspedal beschränkt. Diese Beschränkung wird durch den Erwerb von BE nicht automatisch aufgehoben.

Wird die praktische BE-Prüfung auf einem Automatikfahrzeug abgelegt und greift keine Ausnahme nach § 17a Absatz 1 FeV, wird die Automatikbeschränkung für die Klasse BE eingetragen.

Rechtsgrundlage: § 17a Absatz 1 Satz 2 der Fahrerlaubnis-Verordnung.

Eine einmal eingetragene Beschränkung bei BE bekommst du nur über eine praktische Prüfung wieder weg; den Weg über eine Fahrschulbescheinigung gibt es nur bei der Klasse B. Sprich uns deshalb vor der Anmeldung an, wenn in deinem Führerschein eine 197 oder eine 78 steht – dann klären wir vorher, auf welchem Fahrzeug du geprüft wirst. Mehr zur Schlüsselzahl 197 steht auf der Seite B197.

Kosten und Planung

Was BE kostet und wie lange es dauert

Zusammen kommen bei BE: der Grundbetrag für die Anmeldung, deine Übungsstunden, die fünf vorgeschriebenen Ausbildungsfahrten, das Entgelt für die Vorstellung zur praktischen Prüfung sowie die Prüfungsgebühr des TÜV. Dazu kommt die Verwaltungsgebühr der Behörde für die Erweiterung.

Die aktuellen Beträge stehen auf unserer Preisseite. Wie viel bei dir insgesamt zusammenkommt, hängt an der Zahl der Übungsstunden – das schätzen wir in der Beratung gemeinsam ein, statt dir eine Zahl zu nennen, die dann nicht stimmt. Wie sich Führerscheinkosten allgemein zusammensetzen, erklärt die Seite Was kostet der Führerschein.

Zur Dauer: BE geht deutlich schneller als der erste Führerschein – die Theorie entfällt ja. Wie schnell es wirklich wird, hängt an deinem Lernstand, an freien Fahrstundenterminen, an der Bearbeitung bei der Behörde und am nächsten freien Prüfungstermin. Feste Zusagen machen wir dazu bewusst nicht.

Bei uns

BE bei FAHRPLAN in Frankfurt

Beratung an vier Standorten

Bockenheim, Dornbusch, Heddernheim und Sachsenhausen – du meldest dich an, wo es dir passt.

Wir schauen in deine Papiere

Bevor du dich anmeldest, klären wir gemeinsam, ob Klasse B schon reicht oder BE nötig ist.

Rangieren im echten Verkehr

Geübt wird dort, wo du später fährst – Frankfurter Stadtverkehr, Landstraße und Autobahn.

B und BE zusammen planbar

Wenn du noch keinen Führerschein hast, lässt sich beides gemeinsam einplanen.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zur Klasse BE

Das hängt allein an den zulässigen Gesamtmassen in den Papieren. Liegt der Wohnwagen über 750 kg und kommen Auto und Wohnwagen zusammen über 3.500 kg, reicht die Klasse B nicht mehr – bis einschließlich 4.250 kg wäre dann zunächst B96 möglich, darüber hinaus kommt BE in Betracht. Bring beide Fahrzeugscheine mit, dann rechnen wir es in fünf Minuten durch.

Nein, wenn du die Klasse B bereits hast. Dann ist BE eine Erweiterung mit praktischer Ausbildung und praktischer Prüfung – ohne Theorieunterricht und ohne Theorieprüfung.

Ja, beides lässt sich zusammen planen. Sprich uns bei der Anmeldung darauf an, dann stimmen wir die Ausbildung entsprechend ab.

Ja, im Rahmen des begleiteten Fahrens. Bis zu deinem 18. Geburtstag fährst du dann auch mit Anhänger nur mit einer eingetragenen Begleitperson.

Sie sind die gesetzliche Mindestzahl, kein garantiertes Ende. Die meisten brauchen zusätzliche Übungsstunden – vor allem fürs Rückwärtsrangieren. Dein Fahrlehrer meldet dich zur Prüfung an, wenn es sitzt.

Nein. Für BE gibt es keine eigene Grenze für die Summe – die 7.000 kg sind nur das rechnerische Ergebnis aus 3.500 kg Zugfahrzeug und 3.500 kg Anhänger. Maßgeblich sind die beiden Einzelwerte: Ein Anhänger mit fünf Tonnen ist auch mit leichtem Auto nicht erlaubt. Was dein Auto tatsächlich ziehen darf, steht zusätzlich in seinen Papieren.

Mit B197 fährst du innerhalb der Klasse B weiter Schaltung und Automatik – für BE zählt aber, auf welchem Fahrzeug du die BE-Prüfung ablegst. Mit der Schlüsselzahl 78 bleibt deine Klasse B ohnehin auf Automatik beschränkt, und daran ändert BE nichts. Sprich uns in beiden Fällen vor der Anmeldung an.

Ja. BE ist eine europaweit einheitliche Fahrerlaubnisklasse und wird in der EU anerkannt. Eingetragene Beschränkungen gelten dort allerdings genauso wie hier.

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