Ehrlich gerechnet statt schöngerechnet

Was kostet der Führerschein wirklich?

Warum niemand den Endpreis im Voraus kennen kann, wodurch die Ausbildung teurer wird – und was du selbst tun kannst, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Der Endpreis hängt vor allem davon ab, wie viele Übungsstunden du brauchst. Pflichtbestandteile und Einzelpreise stehen fest und sind planbar – dein persönlicher Übungsbedarf und mögliche Wiederholungsprüfungen sind es nicht. Hier siehst du beides getrennt, mit echten Zahlen.

Kurz eingeordnet

Die kurze Antwort vorweg

Der Gesamtpreis hängt vor allem von der Zahl deiner normalen Übungseinheiten ab. Pflichtbestandteile und Einzelpreise lassen sich weitgehend planen – deine persönliche Prüfungsreife nicht. Eine 2025 veröffentlichte Auswertung des Branchenverbands MOVING über 250.044 im Jahr 2024 abgeschlossene Klasse-B-Ausbildungen ermittelte durchschnittliche Ausbildungskosten von rund 3.424 € – mit einer Spanne von etwa 2.430 € in Berlin bis rund 4.150 € in Hamburg (Antwort der Bundesregierung, Drucksache 21/1139). Die amtlichen Prüfgebühren der Prüforganisationen (TÜV bzw. DEKRA) waren darin nicht enthalten. Der Wert ist eine Verbandserhebung zur bundesweiten Orientierung, kein verbindlicher Gesamtpreis und kein Festpreis: Je nach Region, Fahrschule, Ausbildungsweg und Übungsbedarf weicht der tatsächliche Betrag deutlich ab.

Zum Verständnis aller Zahlen auf dieser Seite: Fahrstundenpreise werden – wie im Fahrlehrergesetz vorgesehen – zur besseren Vergleichbarkeit je 45-Minuten-Einheit ausgewiesen. Ein regulärer Fahrtermin bei FAHRPLAN dauert 90 Minuten und entspricht zwei Abrechnungseinheiten.

Planbar

Grundbetrag, Sonderfahrten, Prüfungsentgelte, TÜV- und Behördengebühren

Individuell

Normale Übungseinheiten und zusätzliche Prüfungsvorbereitung

Beeinflussbar

Regelmäßigkeit, Vorbereitung, frühe Unterlagen und der richtige Prüfungszeitpunkt

Die ehrliche Antwort

Warum der Endpreis offen bleibt

Unsere Einzelpreise stehen fest. Offen ist lediglich, wie viele normale Übungseinheiten du bis zur sicheren Prüfungsreife benötigst. Deshalb zeigen wir dir alle einzelnen Kosten, statt einen später möglicherweise unzutreffenden Gesamtpreis zu versprechen.

Aus diesen Posten besteht der Führerschein

Planbare Kosten und individuelle Kosten – sauber getrennt

✓ Weitgehend planbar (Klasse B, Schaltgetriebe)

Grundbetrag (inkl. gesamter Theorieunterricht)439 €*
12 Sonderfahrten à 45 Min. (5 Überland, 4 Autobahn, 3 Nacht)12 × 82 €
Vorstellung Theorieprüfung110 €
Vorstellung praktische Prüfung155 €
TÜV-Gebühr Theorieprüfung (an den TÜV)24,99 €
TÜV-Gebühr praktische Prüfung (an den TÜV)129,83 €
Führerscheinantrag Stadt Frankfurt45,90 €
Sehtest · Erste-Hilfe-Kurs · biometrisches Passbild (extern, je nach Anbieter)ca. 40–140 €
Optional: Lern-App für die Theorie40 €

* Reguläre Preise für Klasse B mit Schaltgetriebe (Stand 02.08.2026); Automatik weicht leicht ab, B197 kombiniert beide Welten – Details auf der Preisseite. Zeitlich begrenzte Aktionen können den Gesamtbetrag reduzieren, sind hier aber bewusst nicht eingerechnet.

⟳ Individuell – hängt von dir ab

Normale Übungseinheiten à 45 Min. – ein Fahrtermin (90 Min.) = 2 EinheitenAnzahl × 74 €
Zusätzliche Prüfungsvorbereitungnach Bedarf
Wiederholungsprüfung Theorie (TÜV + Vorstellung)je Versuch
Wiederholungsprüfung Praxis (TÜV + Vorstellung)je Versuch
Auffrischstunden nach längeren Pausennach Bedarf
Wichtig zu wissen: Es gibt grundsätzlich keine gesetzlich vorgeschriebene Mindestzahl normaler Übungsstunden – zahlenmäßig vorgeschrieben sind beim Ersterwerb nur die 12 Sonderfahrten (§ 5 FahrschAusbO). Entscheidend ist deine Prüfungsreife – die variable Spalte ist deshalb der Hebel, über den du deinen Endpreis selbst beeinflusst.

Transparent durchgerechnet

Beispielrechnungen für Klasse B (Schaltgetriebe)

Drei Verläufe mit unseren regulären Preisen (Stand 02.08.2026, regulärer Grundbetrag – zeitlich begrenzte Aktionen können den Gesamtbetrag reduzieren, sind hier aber nicht eingerechnet). Gerechnet wird in Übungseinheiten à 45 Minuten; ein regulärer FAHRPLAN-Fahrtermin dauert 90 Minuten und umfasst zwei Einheiten. Die Beispiele zeigen mögliche Verläufe. Dein tatsächlicher Preis hängt vor allem von deinem persönlichen Übungsbedarf und möglichen Wiederholungsprüfungen ab – sie sind ausdrücklich kein Angebot und keine Preisgarantie. Die Einheitenzahlen sind Beispielannahmen, keine Durchschnittswerte von FAHRPLAN.

Beispiel A · niedriger Übungsbedarf

Annahme: 16 Übungseinheiten à 45 Min. = 8 Fahrtermine à 90 Min., beide Prüfungen im ersten Versuch

Fahrschule (Grundbetrag 439 € + 16 × 74 € + 12 Sonderfahrten à 82 € + Vorstellungen 110 €/155 €)2.872 €
TÜV (24,99 € + 129,83 €, direkt an den TÜV)154,82 €
Behörde Frankfurt (45,90 €) + Sehtest, Erste Hilfe, Passbild (ca.)90–190 €
Gesamt (gerundet)rund 3.100–3.200 €
Optional: Lern-App für die Theorie+ 40 €

Beispiel B · mittlerer Übungsbedarf

Annahme: 24 Übungseinheiten à 45 Min. = 12 Fahrtermine à 90 Min., beide Prüfungen im ersten Versuch

Fahrschule (wie A, aber 24 Übungseinheiten)3.464 €
TÜV154,82 €
Behörde + Vorleistungen (ca.)90–190 €
Gesamt (gerundet)rund 3.700–3.800 €
Optional: Lern-App+ 40 €

Beispiel C · höherer Übungsbedarf

Annahme: 36 Übungseinheiten à 45 Min. = 18 Fahrtermine à 90 Min., beide Prüfungen im ersten Versuch

Fahrschule (wie A, aber 36 Übungseinheiten)4.352 €
TÜV154,82 €
Behörde + Vorleistungen (ca.)90–190 €
Gesamt (gerundet)rund 4.600–4.700 €
Optional: Lern-App+ 40 €

Was eine wiederholte Theorieprüfung zusätzlich kostet

Erneute Vorstellung Theorieprüfung110 €
Erneute TÜV-Gebühr Theorie24,99 €
Zusatzkosten je Wiederholungrund 135 €

Bis zur Wiederholung liegen in der Regel mindestens zwei Wochen (§ 18 FeV) – und in dieser Zeit läuft deine Praxisphase weiter oder pausiert.

Was eine wiederholte praktische Prüfung zusätzlich kostet

Erneute Vorstellung praktische Prüfung155 €
Erneute TÜV-Gebühr Praxis129,83 €
Vorbereitung bis zum Ersatztermin (Beispiel: 4 Einheiten à 45 Min. = 2 Fahrtermine, 4 × 74 €)296 €
Zusatzkosten je Wiederholung (Beispiel)rund 580 €

Die zusätzlichen Vorbereitungseinheiten sind ein Beispiel – der tatsächliche Bedarf hängt von den Ursachen des Nichtbestehens ab.

Genau deshalb ist „bestehen beim ersten Versuch“ der größte Sparhebel der ganzen Ausbildung.

Rechne deinen eigenen Verlauf durch

Stell die Zahl der Übungseinheiten so ein, wie du dich selbst einschätzt. Der Rechner verwendet unsere regulären Einzelpreise – ohne Aktionsrabatte, damit du nicht mit geschönten Zahlen planst.

Getriebe
Übungsstunden – stellst du selbst ein
0 Übungsstunden à 45 Min.

Wie viele du brauchst, ist individuell – bei der Beratung schätzen wir das ehrlich mit dir ein.

    Zwischensumme Fahrschule:

    Dazu kommen die TÜV-Prüfgebühren (24,99 € Theorie, 129,83 € Praxis je Prüfung – zahlst du direkt an den TÜV) sowie Behördengebühren für den Führerscheinantrag.

    Das hast du selbst in der Hand

    So vermeidest du unnötige Mehrkosten

    Sechs Punkte, die in der Praxis den größten Unterschied machen – ohne dass du an der Ausbildung sparst.

    1Plane das Budget für die ganze AusbildungRechne von Anfang an mit dem vollen Weg bis zur Prüfung – nicht nur mit der Anmeldung. Wer mittendrin pausieren muss, weil das Geld fehlt, zahlt am Ende mehr.
    2Reiche deine Unterlagen sofort einDie Behörde braucht in Frankfurt erfahrungsgemäß rund acht Wochen. Wer zu spät einreicht, wartet später auf den Prüfungstermin, obwohl er längst bereit wäre.
    3Zieh die Theorie früh durchDie Theorieprüfung sollte erledigt sein, bevor es an die Sonderfahrten geht. Sonst bremst der Theorieteil deine praktische Ausbildung aus – und du fährst länger als nötig.
    4Buche Fahrstunden regelmäßig und im VorausMindestens ein Termin pro Woche, am besten mehrere gleich zusammen. Wer nur bucht, wenn gerade Zeit ist, bekommt Lücken – und Lücken kosten.
    5Vermeide längere PausenFahrkönnen verfällt ohne Übung. Nach mehreren Wochen Pause wiederholst du Abläufe, die längst saßen – und bezahlst sie ein zweites Mal.
    6Geh erst zur Prüfung, wenn du wirklich sicher bistDer günstigste Prüfungstermin ist nicht der früheste, sondern der erste bestandene. Ein zweiter Anlauf in der Praxis kostet schnell rund 580 € – mehr als ein paar zusätzliche Übungsstunden.

    Bevor du unterschreibst

    Paketpreis-Checkliste: Was ist wirklich im Paket enthalten?

    Paketpreise wirken oft günstiger, als sie sind. Diese fünf Fragen klären das in zwei Minuten:

    1. Wie viele normale Übungsstunden sind enthalten?
    2. Was kostet jede weitere Übungsstunde?
    3. Sind alle 12 Pflichtfahrstunden enthalten?
    4. Sind Prüfgebühren und Behördenkosten enthalten oder kommen sie oben drauf?
    5. Ist das ein Gesamtpreis oder nur ein Einstiegspaket?

    Vier enthaltene Übungsstunden reichen beim Ersterwerb in der Regel nicht aus. Entscheidend ist deshalb, was jede zusätzliche Übungsstunde kostet.

    Einordnung: Ein Paket ist nicht automatisch unseriös. Bei vielen Paketangeboten kommen zusätzliche Übungsstunden, Prüfungsentgelte oder externe Gebühren hinzu. Prüfe deshalb immer, welche Leistungen tatsächlich enthalten sind.

    Kurz beantwortet

    Häufige Fragen zu den Führerscheinkosten

    • Eine MOVING-Auswertung von 250.044 im Jahr 2024 abgeschlossenen Klasse-B-Ausbildungen ermittelte durchschnittliche Fahrschulkosten von rund 3.424 €.
    • Nicht enthalten waren die Prüfgebühren von TÜV beziehungsweise DEKRA.
    • Behördengebühren und extern bezahlte Vorleistungen (Sehtest, Erste Hilfe, Passbild) musst du beim persönlichen Gesamtbudget zusätzlich berücksichtigen.
    • Die Spanne reicht je nach Region von etwa 2.430 € bis 4.150 €.
    • Dein Betrag hängt vor allem davon ab, wie viele Übungsstunden du brauchst.

    Quellen: MOVING-Auswertung (PDF) · Bundestagsdrucksache 21/1139 (PDF)

    • Die Einzelpreise stehen fest und sind nachlesbar.
    • Offen ist nur, wie viele Übungsstunden du persönlich brauchst.
    • Für normale Übungsstunden der praktischen Klasse-B-Ausbildung gibt es keine gesetzlich festgelegte Mindestzahl. Beim Ersterwerb sind zusätzlich zwölf besondere Ausbildungsfahrten vorgeschrieben.
    • Bei Festpreisangeboten solltest du genau prüfen, welche Leistungen enthalten sind und wie zusätzliche Fahrstunden oder Prüfungswiederholungen berechnet werden.
    • Das ist individuell – Vorerfahrung, Übungsrhythmus und Sicherheitsgefühl entscheiden.
    • Wir nennen bewusst keinen Durchschnitt: Eine solche Zahl würde bei dir falsche Erwartungen wecken.
    • Verlässlich planbar sind dagegen die 12 Pflichtfahrstunden (siehe nächste Frage).
    • Nach ein paar Terminen kann dein Fahrlehrer den weiteren Bedarf realistisch einschätzen.
    • 5 Überlandfahrten à 45 Minuten
    • 4 Autobahnfahrten à 45 Minuten
    • 3 Fahrten bei Dämmerung oder Dunkelheit à 45 Minuten
    • Zusammen 12 Fahrstunden, bei uns je 82 € – dieser Teil ist fest planbar.
    • Überland- und Autobahnfahrten finden teils in längeren Blöcken statt, es sind also weniger als zwölf einzelne Termine.

    Rechtsgrundlage: Anlage 4 zu § 5 Abs. 3 Fahrschüler-Ausbildungsordnung. Die Zahl gilt unabhängig davon, ob du auf Schaltgetriebe oder nach B197 ausgebildet wirst.

    Theorieprüfung – rund 135 €:

    • erneute Vorstellung 110 €
    • erneute Prüfgebühr 24,99 €

    Praktische Prüfung:

    • Ohne zusätzliche Fahrstunden entstehen zunächst 284,83 € für die erneute Vorstellung (155 €) und die TÜV-Prüfgebühr (129,83 €).
    • Bei beispielsweise vier zusätzlichen Übungseinheiten zu je 74 € liegen die Zusatzkosten insgesamt bei rund 581 €.
    • Der tatsächliche Vorbereitungsbedarf ist individuell.

    Ein neuer Termin ist in der Regel frühestens nach etwa zwei Wochen möglich (§ 18 Abs. 1 Fahrerlaubnis-Verordnung). Deshalb lohnt es sich, erst bei stabiler Prüfungsreife anzutreten – das ist der wirksamste Hebel gegen Mehrkosten.

    • Der Grundbetrag und die Prüfungsentgelte sind bei uns gleich.
    • Automatik-Fahrstunden kosten aktuell etwas mehr als Schaltstunden (76 € statt 74 €, Sonderfahrt 85 € statt 82 €).
    • Auf Automatik lernen viele schneller, weil das Schalten wegfällt.
    • Ob B197 insgesamt günstiger ist, hängt davon ab, wie viele Übungseinheiten du benötigst.

    Für B197 absolvierst du mindestens zehn Schaltstunden zu je 45 Minuten und eine mindestens 15-minütige Testfahrt. Dein Fahrlehrer bestätigt anschließend deine Schaltkompetenz. Eine zusätzliche amtliche Prüfung fällt dafür nicht an. Nach bestandener Prüfung darfst du auch Schaltwagen fahren; im Führerschein steht dazu die Schlüsselzahl 197 (§ 17a Fahrerlaubnis-Verordnung, § 5a Fahrschüler-Ausbildungsordnung).

    • Regelmäßig fahren – mindestens ein Termin pro Woche.
    • Pausen vermeiden – nach längeren Lücken zahlst du Stunden doppelt, die schon saßen.
    • Zwischen den Terminen nacharbeiten – geh die Strecke und die Abläufe im Kopf noch einmal durch.
    • Theorie früh abschließen, damit die Praxis nicht ausgebremst wird.
    • Termine rechtzeitig absagen – sonst wird eine Ausfallentschädigung fällig.
    • Abgerechnet wird in Einheiten zu 45 Minuten – ein Termin sind also zwei Einheiten.
    • Beispiel: 16 Einheiten entsprechen 8 Fahrterminen.
    • Vorbereitung, An- und Abfahrt fallen so nur einmal an statt zweimal.
    • Einzelne 45-Minuten-Termine bieten wir nicht an.
    • Prüfgebühren: 24,99 € Theorie, 129,83 € Praxis – an die Technische Prüfstelle.
    • Führerscheinantrag beim Bürgeramt Frankfurt.
    • Sehtest beim Optiker oder Augenarzt.
    • Erste-Hilfe-Kurs (9 Einheiten à 45 Minuten).
    • Biometrisches Passbild.

    Die Prüfgebühren sind gesetzlich festgelegt (Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr) – darauf hat keine Fahrschule Einfluss. Nicht zu verwechseln mit dem Vorstellungsentgelt der Fahrschule, das zusätzlich anfällt.

    • Ja – üblich sind eine Übernahmegebühr und eine Einschätzung deines Ausbildungsstands.
    • Bereits absolvierte Sonderfahrten bleiben dir laut Ausbildungsnachweis erhalten.
    • Ein Wechsel kann trotzdem richtig sein, etwa bei langen Wartezeiten.
    • Rechne ehrlich: Manchmal ist Bleiben teurer, manchmal Wechseln.

    Einzelheiten auf unserer Seite zum Fahrschulwechsel.

    Dein nächster Schritt

    Erst verstehen, dann vergleichen – dann entscheiden

    Du kennst jetzt die Stellschrauben. Sieh dir unsere Einzelpreise an, rechne dein Szenario im Preisrechner durch – oder lass dich persönlich beraten. Eine Beratung kann dir keinen verbindlichen Gesamtpreis nennen (das kann niemand seriös), aber sie kann deine Situation einordnen: Vorerfahrung, Zeitbudget, passender Ausbildungsweg.

    Oder komm an einem unserer vier Frankfurter Standorte vorbei – die aktuellen Öffnungszeiten je Standort findest du auf unserer Standortseite.